20.15 Uhr: Red Road
22.30 Uhr: A Taste of Honey
RED ROAD
GB/DK 2006. Regie & Buch: Andrea Arnold.
Nach den Vorgaben von Lone Scherfig und Anders Thomas Jensen.
Kamera: Robbie Ryan.
35mm. Farbe. 113 Minuten. Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Mit Kate Dickie, Tony Curran, Natalie Press, Martin Compston
Münchner Erstaufführung!
Aus dem Land mit der höchsten Überwachungsdichte weltweit kommt ein Thriller, leise und ungemütlich daher. Er handelt von Schuld und Rache, erzählt aber von Schuldgefühlen und Einsamkeit. Jackie arbeitet an den Überwachungsmonitoren und blickt auf die Straßen Glasgows. Meist geschieht nichts Aufregendes, und es ergeben sich im Lauf der Zeit kleine Geschichten, die wir mitverfolgen. Eines Tages erkennt sie auf einem der Bildschirme Clyde, der vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen wurde. Offenbar gibt es eine Verbindung zwischen den beiden, denn sie beschließt, sich diesem Mann indirekt (wieder) zu nähern. Sie verfolgt ihn, erst mit Hilfe der Kameras, dann real, und setzt nach und nach ihren perfiden Racheplan um.
“Auf raffinierte Weise spiegelt Andrea Arnold im inszenierten Beobachtungsraum der Stadtüberwachung die Erzählperspektive ihres Films. Jackies wohl gehütetes Geheimnis, der gordische Knoten ihres psychischen Traumas entwirrt sich in einer poetisch driftenden, melancholisch schönen Naration.” (Filmdienst)
“Red Road” ist der erste von drei Filmen des “Advanced Party”-Projekts, eine Idee aus Lars von Triers Produktionsfirma “Zentropa”. Das Debüt von Oscar-Preisträgerin Andrea Arnold (”Wasp”, Kurzfilm 2003) wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. bei den Filmfestspielen in Cannes 2006 mit dem “Preis der Jury”.
A TASTE OF HONEY
GB 1961. Regie: Tony Richardson. Buch: Tony Richardson & Shelagh Delaney (nach seinem Stück).
Kamera: Walter Lassally. Musik: John Addison
16mm. s/w. 100 Min. Originalfassung.
Mit Rita Tushingham, Murray Melvin, Dora Bryan, Paul Danquah
In einer grauen britischen Industrielandschaft gibt sich ein vereinsamtes, von ihrer Mutter vernachlässigtes Mädchen aus Sehnsucht nach Liebe und Verständnis einem farbigen Matrosen hin.
“Die eigentliche Hinwendung Tony Richardsons zur New Wave. Erstmals drehte er an Originalschauplätzen, in den Industrievierteln von Manchester, und er entdeckte Rita Tushingham, die neben Tom Courtenay und Albert Finney eine jener englischen Darstellerpersönlichkeiten war, über die eine Veränderung im filmischen Erzählen möglich wurde. Im herkömmlichen Sinne scheint sie die Gefühle nicht ausdrücken zu können, eher springt man von einem Eindruck in einen anderen.”
Werkstattkino
Fraunhoferstr. 9
80469 München





