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20.30 Uhr: Mein Herz sieht die Welt schwarz – eine Liebe in Kabul
22.30 Uhr: Ich, die Nonne und die Schweinehunde

MEIN HERZ SIEHT DIE WELT SCHWARZ – EINE LIEBE IN KABUL

Deutschland 2009
Buch und Regie: Helge Reidemeister
Digital (BetaSP)
87 Min.
Dari und Pashtu mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.

Hossein und Shaima lieben sich seit ihrer Kindheit. Der Krieg reißt sie
als Halbwüchsige auseinander. Im Kabul der 90er Jahre finden sie sich
wieder. Die Armut zwingt Hossein, im Krieg zu kämpfen.
Hossein wird querschnittsgelähmt durch Granatsplitter. Wenig später wird Shaima als vierte Ehefrau an einen 40 Jahre älteren Mann verkauft und schwanger. Shaimas Ehemann bleibt die Hälfte des Brautgelds schuldig. Deshalb holt ihr Vater sie zurück in die patriarchalische Enge seiner Familie, wo sie mit ihrer inzwischen 5jährigen Tochter noch heute lebt.
Das hindert die beiden Liebenden nicht, sich gegen den strikten Willen
ihrer Familien, so oft wie möglich zu sehen. Sie träumen von einem
gemeinsamen Leben in Frieden. In Bedrängnis und Angst vor drohender Rache der streng mittelalterlichen Stammesgesetzen folgenden männlichen Mitglieder beider Familien versuchen Hossein und Shaima unter schwierigsten Umständen, ihre Liebe zu leben.
Der Film beschreibt einen Tabubruch, dessen Ausgang ungewiss ist.
Wenn Armut und Krieg alle Mitmenschlichkeit beschädigt haben und die
Familie das einzige soziale Band bedeutet, kann es kein persönliches Glück geben.
(Basis-Film, Berlin)

Mit großer Nähe zu seinen Protagonisten beleuchtet der Film familiäre
und gesellschaftliche Strukturen in Afghanistan, die der angestrebten
Demokratisierung diametral entgegenstehen, angesichts der desolaten wirtschaftlichen und politischen Zustände jedoch den einzigen Halt der Menschen darstellen.
(Margarete Wach, film-dienst 2/2010)

Warum soll man sich ausgerechnet für eine Liebesgeschichte aus Kabul
interessieren, mag man sich am Anfang gefragt haben, am Ende aber wird klar: Es gibt kein geeigneteres Thema, um darzustellen, welche Werte und Zwänge in einer Gesellschaft herrschen.
(Barbara Schweizerhof, epd-film 1/2010)

ICH, DIE NONNE UND DIE SCHWEINEHUNDE
(Io monaca… per tre carogne e sette peccatrici)

Italien/BRD 1972
Regie: Richard Jackson (= Ernst R. von Theumer)
Mit Vonetta McGee, Monika Teuber, Linda Fox, Karen Carter, Gordon
Mitchell
35mm. Deutsche Fassung. 82 Min.

Eine Nonne begleitet aus religiöser Sorge acht schwerkriminelle
Jugendliche, die sich gewaltsam aus ihrem Strafgewahrsam befreien
konnten, in den Norden Afrikas und findet dabei einen qualvollen Tod. Eine Mischung aus Sadismen und primitiver, mit Kitsch angereicherter Frömmelei.
(Kath. Filmdienst, 1972)

14.30 Uhr: Dr. Jekyll und Sister Hyde
20.30 Uhr: Mein Herz sieht die Welt schwarz – eine Liebe in Kabul
22.30 Uhr: Der Irre vom Zombiehof

“Großmutters Kinokränzchen”: Thomas Reitmair präsentiert selten zu
sehende Lieblingsfilme und verbreitet unnützes aber spannendes und
interessantes Cineastenwissen:

DR. JEKYLL UND SISTER HYDE
(Dr. Jekyll and Sister Hyde)

England 1971
Regie: Roy Ward Baker
Mit Ralph Bates, Martine Beswick, Lewis Fiander
35mm. Deutsche Fassung. 94 Min.

Das sechste Kinokränzchen wagt sich in noch kaum erforschte Bereiche vor – nennen wir es einmal Transgender-Sexploitation-Horror. In DR. JEKYLL UND SISTER HYDE zeitigen die Experimente des Dr. Jekyll völlig unerwartete Resultate und Sister Hyde entpuppt sich als östrogensüchtiger Satansbraten, der umgehend ein höchst eigenwilliges Projekt zu Verbesserung der Moral auf Londons Straßen und zur Erhöhung des eigenen Hormonspiegels startet. Genug Fleisch also für einen deftigen Vortrag über Geschlechterrollen im Horrorfilm und über die altehrwürdige englische Filmschmiede Hammer.

MEIN HERZ SIEHT DIE WELT SCHWARZ – EINE LIEBE IN KABUL

Deutschland 2009
Buch und Regie: Helge Reidemeister
Digital (BetaSP)
87 Min.
Dari und Pashtu mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.

Hossein und Shaima lieben sich seit ihrer Kindheit. Der Krieg reißt sie
als Halbwüchsige auseinander. Im Kabul der 90er Jahre finden sie sich
wieder. Die Armut zwingt Hossein, im Krieg zu kämpfen.
Hossein wird querschnittsgelähmt durch Granatsplitter. Wenig später wird Shaima als vierte Ehefrau an einen 40 Jahre älteren Mann verkauft und schwanger. Shaimas Ehemann bleibt die Hälfte des Brautgelds schuldig. Deshalb holt ihr Vater sie zurück in die patriarchalische Enge seiner Familie, wo sie mit ihrer inzwischen 5jährigen Tochter noch heute lebt.
Das hindert die beiden Liebenden nicht, sich gegen den strikten Willen
ihrer Familien, so oft wie möglich zu sehen. Sie träumen von einem
gemeinsamen Leben in Frieden. In Bedrängnis und Angst vor drohender Rache der streng mittelalterlichen Stammesgesetzen folgenden männlichen Mitglieder beider Familien versuchen Hossein und Shaima unter schwierigsten Umständen, ihre Liebe zu leben.
Der Film beschreibt einen Tabubruch, dessen Ausgang ungewiss ist.
Wenn Armut und Krieg alle Mitmenschlichkeit beschädigt haben und die
Familie das einzige soziale Band bedeutet, kann es kein persönliches Glück geben.
(Basis-Film, Berlin)

Mit großer Nähe zu seinen Protagonisten beleuchtet der Film familiäre
und gesellschaftliche Strukturen in Afghanistan, die der angestrebten
Demokratisierung diametral entgegenstehen, angesichts der desolaten wirtschaftlichen und politischen Zustände jedoch den einzigen Halt der Menschen darstellen.
(Margarete Wach, film-dienst 2/2010)

Warum soll man sich ausgerechnet für eine Liebesgeschichte aus Kabul
interessieren, mag man sich am Anfang gefragt haben, am Ende aber wird klar: Es gibt kein geeigneteres Thema, um darzustellen, welche Werte und Zwänge in einer Gesellschaft herrschen.
(Barbara Schweizerhof, epd-film 1/2010)

DER IRRE VOM ZOMBIE HOF
(Die Totenschmecker)

BRD 1979
Regie: Richard Jackson (= Ernst R. von Theumer)
Mit William Berger, Herb Andress, Peter Jacob
DVD. 85 Min. Deutsche Fassung

Auf einem Einödhof in den österreichischen Bergen haust ein verwitweter Bauer mit seinen drei Söhen, von denen der schwachsinnige Jüngste vor der Umwelt abgeschirmt wird. In diesem Milieu lebt man von Vorurteilen, die sich in einer Orgie von Gewalt entladen, als der geistig Behinderte ein Zigeunermädchen erwürgt. Um die Tat zu vertuschen, rottet die Familie die gesamte, in der Nähe lagernde Zigeunersippe aus. Reißerisch zugespitztes grobes Gewaltdrama.
(Kath. Filmdienst, 1979)

20.30 Uhr: Mein Herz sieht die Welt schwarz – eine Liebe in Kabul
22.30 Uhr: Ich, die Nonne und die Schweinehunde

MEIN HERZ SIEHT DIE WELT SCHWARZ – EINE LIEBE IN KABUL

Deutschland 2009
Buch und Regie: Helge Reidemeister
Digital (BetaSP)
87 Min.
Dari und Pashtu mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.

Hossein und Shaima lieben sich seit ihrer Kindheit. Der Krieg reißt sie
als Halbwüchsige auseinander. Im Kabul der 90er Jahre finden sie sich
wieder. Die Armut zwingt Hossein, im Krieg zu kämpfen.
Hossein wird querschnittsgelähmt durch Granatsplitter. Wenig später wird Shaima als vierte Ehefrau an einen 40 Jahre älteren Mann verkauft und schwanger. Shaimas Ehemann bleibt die Hälfte des Brautgelds schuldig. Deshalb holt ihr Vater sie zurück in die patriarchalische Enge seiner Familie, wo sie mit ihrer inzwischen 5jährigen Tochter noch heute lebt.
Das hindert die beiden Liebenden nicht, sich gegen den strikten Willen
ihrer Familien, so oft wie möglich zu sehen. Sie träumen von einem
gemeinsamen Leben in Frieden. In Bedrängnis und Angst vor drohender Rache der streng mittelalterlichen Stammesgesetzen folgenden männlichen Mitglieder beider Familien versuchen Hossein und Shaima unter schwierigsten Umständen, ihre Liebe zu leben.
Der Film beschreibt einen Tabubruch, dessen Ausgang ungewiss ist.
Wenn Armut und Krieg alle Mitmenschlichkeit beschädigt haben und die
Familie das einzige soziale Band bedeutet, kann es kein persönliches Glück geben.
(Basis-Film, Berlin)

Mit großer Nähe zu seinen Protagonisten beleuchtet der Film familiäre
und gesellschaftliche Strukturen in Afghanistan, die der angestrebten
Demokratisierung diametral entgegenstehen, angesichts der desolaten wirtschaftlichen und politischen Zustände jedoch den einzigen Halt der Menschen darstellen.
(Margarete Wach, film-dienst 2/2010)

Warum soll man sich ausgerechnet für eine Liebesgeschichte aus Kabul
interessieren, mag man sich am Anfang gefragt haben, am Ende aber wird klar: Es gibt kein geeigneteres Thema, um darzustellen, welche Werte und Zwänge in einer Gesellschaft herrschen.
(Barbara Schweizerhof, epd-film 1/2010)

ICH, DIE NONNE UND DIE SCHWEINEHUNDE
(Io monaca… per tre carogne e sette peccatrici)

Italien/BRD 1972
Regie: Richard Jackson (= Ernst R. von Theumer)
Mit Vonetta McGee, Monika Teuber, Linda Fox, Karen Carter, Gordon
Mitchell
35mm. Deutsche Fassung. 82 Min.

Eine Nonne begleitet aus religiöser Sorge acht schwerkriminelle
Jugendliche, die sich gewaltsam aus ihrem Strafgewahrsam befreien
konnten, in den Norden Afrikas und findet dabei einen qualvollen Tod. Eine Mischung aus Sadismen und primitiver, mit Kitsch angereicherter Frömmelei.
(Kath. Filmdienst, 1972)

20.30 Uhr: Dead Boys live at the CBGB New York 1977 + D.O.A. – Dead on Arrival

DEAD BOYS – LIVE AT THE CBGB NEW YORK 1977

USA 1977
Regie: Rod Swenson
DVD, 30 Min., Originalfassung

D.O.A. – DEAD ON ARRIVAL

USA 1981
Regie: Lech Kowalski
35mm, 99 Min., Originalfassung

Die legendären Sex Pistols auf ihrer letzten US-Tournee.
Mit Iggy Pop, The Clash, The Dead Boys, Rich Kids, X-Ray Specs, Generation X, Sham 69.

20.30 Uhr: UmdeinLeben
22.30 Uhr: Wilde Pferde

UMDEINLEBEN

Deutschland 2008
Regie: GESINE DANCKWART
35mm. 91 Min.
Erstaufführung

Mit Maren Kroymann, Anne Ratte-Polle, Caroline Peters, Kathi Angerer, Esther Röhrborn, Bettina Stucky

UMDEINLEBEN ist ein unterhaltsamer, selbstironischer Film über sechs
Frauen, die an die-sem Tag mal wieder versuchen, ihr Leben zu retten.
Meistens läuft es bei ihnen wie geschmiert. Wie es eben so ist, bei
solchen Frauen, die eigentlich alles im Griff haben. Selbstverantwortlich, schlau und schön sind sie. Aber manchmal schleift es auch gewaltig.
In Gesine Danckwarts Film steht das Arbeits-, Körper-, Liebesmarktchaos im krassen Gegensatz zur Filmsprache archetektonischer Ordnung und Logik: Sechs Monologe im Zeitalter der Permativität, sechs Frauen, die es schaffen, sich immer wieder neu zu erfinden. In hohem Tempo oder kaltgestellt im Warten. Da ist oft mal nicht drin, was draußen drauf-steht. UMDEINLEBEN ist so verzweifelt komisch hysterisch depressiv – wie das ganz nor-male Alltagsleben souveräner Städter eben so ist.
(arsenal distribution)
Gefühl kracht auf Form, Enthemmung auf Nüchternheit, Wunsch auf
Wirklichkeit, dass es nur so staubt.
(tip, Berlin, 15.7.2009)
Nein, dies ist kein weichgespültes Frauenproblemkino. UMDEINLEBEN ist
ein mit genauer Improvisation gespielter Ensemblefilm, ein tolles Debüt.
“Immer das Scheißbeste aus allem machen” ist das Motto ihrer
getriebenen, isolierten Figuren, deren Leben so lach-haft ist wie wahr. (Die Welt, 16.7.2009)

WILDE PFERDE
(VALDEZ IL MEZZOSANGUE)

Italien/Frankreich/Spanien 1973
Regie: JOHN STURGES
35mm. 97 Min.
Deutsche Fassung

Mit Charles Bronson, Jill Ireland, Fausto Tozzi

Ein melancholischer Film über die bittere und stolze Resignation des
eingeborenen, eingewurzelten Amerikaners, der der Besessenheit
ausgesetzt wird, mit der der herrschende und besitzende Zivilisationsamerikaner auf Zerstörung aus ist.
(Joe Hembus)
Die Haltung des Films ist nicht ausbeuterisch verwertend, sondern
melancholisch zurückblickend; es ist die eines Greises, der sich an
seine Jugend erinnert, und ein Junge lernt bei Charles Bronson, was im Western Leben heißt. Damit sind beide Sichtweisen vereinigt, die
rückwärtsgewandte Erinnerung und ein Sehen, das zum erstenmal sieht. Ein genialer Kameraschwenk in der Mitte des Films bringt beides zusammen: Valdez und der Junge Jamie reiten langsam über ein nacktes Hochplateau, von dem aus man das ganze steinige, unfruchtbare Land überblickt. Sie reiten von rechts nach links, denn vorwärts geht’s im Film immer von links nach rechts, und langsam kommen links, also von der Vergangenheit her, Indianerzelte ins Bild, Zelte in denen Todgeweihte leben und zu denen Todgeweihte reiten, denn die Zukunft gehört den Zivilisierten mit ihrer legitimen Gewalt.
(Peter Buchka)

20.30 Uhr: UmdeinLeben (bis 3. Februar)
22.30 Uhr: Der Schatz der Gehenkten

UMDEINLEBEN

Deutschland 2008
Regie: GESINE DANCKWART
35mm. 91 Min.
Erstaufführung

Mit Maren Kroymann, Anne Ratte-Polle, Caroline Peters, Kathi Angerer, Esther Röhrborn, Bettina Stucky

UMDEINLEBEN ist ein unterhaltsamer, selbstironischer Film über sechs
Frauen, die an die-sem Tag mal wieder versuchen, ihr Leben zu retten.
Meistens läuft es bei ihnen wie geschmiert. Wie es eben so ist, bei
solchen Frauen, die eigentlich alles im Griff haben. Selbstverantwortlich, schlau und schön sind sie. Aber manchmal schleift es auch gewaltig.
In Gesine Danckwarts Film steht das Arbeits-, Körper-, Liebesmarktchaos im krassen Gegensatz zur Filmsprache archetektonischer Ordnung und Logik: Sechs Monologe im Zeitalter der Permativität, sechs Frauen, die es schaffen, sich immer wieder neu zu erfinden. In hohem Tempo oder kaltgestellt im Warten. Da ist oft mal nicht drin, was draußen drauf-steht. UMDEINLEBEN ist so verzweifelt komisch hysterisch depressiv – wie das ganz nor-male Alltagsleben souveräner Städter eben so ist.
(arsenal distribution)
Gefühl kracht auf Form, Enthemmung auf Nüchternheit, Wunsch auf
Wirklichkeit, dass es nur so staubt.
(tip, Berlin, 15.7.2009)
Nein, dies ist kein weichgespültes Frauenproblemkino. UMDEINLEBEN ist
ein mit genauer Improvisation gespielter Ensemblefilm, ein tolles Debüt.
“Immer das Scheißbeste aus allem machen” ist das Motto ihrer
getriebenen, isolierten Figuren, deren Leben so lach-haft ist wie wahr. (Die Welt, 16.7.2009)

DER SCHATZ DER GEHENKTEN
(THE LAW AND JAKE WADE)

USA 1958
Regie: JOHN STURGES
35mm. 86 Min.
Deutsche Fassung

Mit Robert Taylor, Richard Widmark, Henry Silva

Schon der Anfang könnte nicht komprimierter sein. Ein Mann reitet in
eine Stadt, dann bricht die Musik ab, Gewalt bricht los. Der Film ist
gerade mal drei Minuten alt. Die Konfliktkessel sind aufgeheizt, die
Nerven angespannt, das Klima geladen mit Brutalität. Daran wird sich bis zur vorletzten Minute nichts mehr ändern.
(Filmclub 813, Köln)
Ein Western ganz ohne Hintergrund, ohne Absicht, ein reines Spektakel, getragen nur von einer Ambition: die lässigen Gesten, die kleinen Zwischenfälle, den Indianerangriff und das finale Duell so perfekt wie möglich zu inszenieren. Das ist Sturges makellos gelungen. Es geht um eine alte Beute und um eine alte Rechnung, die beglichen werden muß, um einen Ritt in ein verlassenes Dorf im Comanchen-Land. Man belauert sich, nutzt jede sich bietende Gelegenheit, schweigt oder hält sich mit drohendem small talk hin: Ein showdown wird vorbereitet, verzögert, versucht und findet statt.
(Uwe Nettelbeck)

20.30 Uhr: Wendy and Lucy (bis 27. Januar)
22.30 Uhr: The Blood Shack

WENDY AND LUCY

USA 2008
Regie und Buch: Kelly Reichardt
35mm. 80 Min.
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Erstaufführung!

Mit Michelle Williams, Walter Dalton, Will Oldham, Larry Fessenden

Die Route von Indiana in den hohen Norden nach Alaska führt durch einige der ödesten Landstriche der USA. Das Mädchen Wendy bleibt auf halber Wegstrecke im waldreichen Oregon stecken, weil ihr alter Honda den Geist aufgibt.
Oregon ist von allen Optionen nicht die schlechteste (Gus van Sant hat seine triste Schönheit im Kino verewigt), aber das Kaff, in das es sie verschlägt, ist wie heute so viele amerikanische Kleinstädte vom Verfall gezeichnet. Der schleichende Kollaps von Wendys Leben könnte keinen passenderen Ort finden. Ihr Hund Lucy ist außer dem Auto Wendys einziger verbliebener Besitz.
Woher sie kommt und was das Mädchen in diese missliche Lage gebracht hat, lässt Regisseurin Kelly Reichardt offen. Ihr Film vermeidet Verallgemeinerung oder Symbolik. (…) Die amerikanische Kritik ließ es sich trotzdem nicht nehmen, wiederholt auf die Aktualität der Finanzkrise hinzuweisen. (…) WENDY AND LUCY bezieht seine Dringlichkeit jedoch nicht aus Zeitungsschlagzeilen, sondern allein aus den konzentrierten, dabei stets ruhigen Beobachtungen der Regisseurin. Was passiert, wenn ein Mensch sich unvermittelt und vollkommen auf sich gestellt in den Trümmern seiner Existenz wiederfindet, beschreibt Reichardt mit einer Sachlichkeit und Empathie, die allenfalls mit den Filmen der belgischen Brüder Dardenne vergleichbar ist. Und wie die Dardennes hat Reichardt eine Hauptdarstellerin gefunden, die die Bürde dieser Geschichte ganz allein auf ihren schmalen Schultern – beziehungsweise in ihrem erschöpften, jedoch niemals verzagten Gesicht – zu tragen vermag.
Andreas Busche, epd Film 10/2009

THE BLOOD SHACK

Digital, DVD, 55 Min.

Regie: Ray Dennis Steckler

THE BLOOD SHACK (1971/1980), die Geschichte um den Geist eines toten Indianers, der in einem Holzhäuschen in der Wüste sein Unwesen treibt, kann leider nur durch das Früh-70er Jahre Flair überzeugen.

20.30 Uhr: Wendy and Lucy (bis 27. Januar)
22.30 Uhr: Sinthia, the Devil’s Doll

WENDY AND LUCY

USA 2008
Regie und Buch: Kelly Reichardt
35mm. 80 Min.
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Erstaufführung!

Mit Michelle Williams, Walter Dalton, Will Oldham, Larry Fessenden

Die Route von Indiana in den hohen Norden nach Alaska führt durch einige der ödesten Landstriche der USA. Das Mädchen Wendy bleibt auf halber Wegstrecke im waldreichen Oregon stecken, weil ihr alter Honda den Geist aufgibt.
Oregon ist von allen Optionen nicht die schlechteste (Gus van Sant hat seine triste Schönheit im Kino verewigt), aber das Kaff, in das es sie verschlägt, ist wie heute so viele amerikanische Kleinstädte vom Verfall gezeichnet. Der schleichende Kollaps von Wendys Leben könnte keinen passenderen Ort finden. Ihr Hund Lucy ist außer dem Auto Wendys einziger verbliebener Besitz.
Woher sie kommt und was das Mädchen in diese missliche Lage gebracht hat, lässt Regisseurin Kelly Reichardt offen. Ihr Film vermeidet Verallgemeinerung oder Symbolik. (…) Die amerikanische Kritik ließ es sich trotzdem nicht nehmen, wiederholt auf die Aktualität der Finanzkrise hinzuweisen. (…) WENDY AND LUCY bezieht seine Dringlichkeit jedoch nicht aus Zeitungsschlagzeilen, sondern allein aus den konzentrierten, dabei stets ruhigen Beobachtungen der Regisseurin. Was passiert, wenn ein Mensch sich unvermittelt und vollkommen auf sich gestellt in den Trümmern seiner Existenz wiederfindet, beschreibt Reichardt mit einer Sachlichkeit und Empathie, die allenfalls mit den Filmen der belgischen Brüder Dardenne vergleichbar ist. Und wie die Dardennes hat Reichardt eine Hauptdarstellerin gefunden, die die Bürde dieser Geschichte ganz allein auf ihren schmalen Schultern – beziehungsweise in ihrem erschöpften, jedoch niemals verzagten Gesicht – zu tragen vermag.
Andreas Busche, epd Film 10/2009

SINTHIA, THE DEVIL’S DOLL

Digital, DVD, 78 Min.

Regie: Ray Dennis Steckler

1970 drehte er SINTHIA, THE DEVIL’S DOLL. Ein konfuses Filmchen um ein in ihren Vater verliebtes Mädchen, das Rat beim Psychiater sucht. Wohl das bizarrste von Stecklers Werken, ist der Film nahezu ausschließlich in den Farben Rot und Grün gehalten. Die ständigen Wechsel zwischen Traum- und Realitätsebene, ihren Wünschen und Lüsten und dem, was wirklich passsiert, machen den Film nahezu unverständlich.

16.30 Uhr: Das Glück der anderen
18.30 Uhr: Old Joy
20.30 Uhr: Wendy and Lucy (bis 27. Januar)
22.30 Uhr: Sinthia, the Devil’s Doll

DAS GLÜCK DER ANDEREN
Österreich 2008

Regie und Buch: Christian Goriupp und Roman Pachernegg
Digital. 88 Min.
Erstaufführung

Der Film beschäftigt sich mit der ewigen Jagd des Menschen nach dem seelischen Zustand des Glücklichseins. Glücklich zu sein – und das in jeder Sekunde ihres Lebens – ist das erklärte Ziel der menschlichen Existenz. Welch verschiedenartige Wege dabei von ihr beschritten werden, um dieses “Gefühl der unbeschreibbaren Freude” für einige kurze Momente lang einzufangen und es spüren zu können, zeigt dieser Film. Anhand einer Vielzahl von Porträts und Interviews nimmt er das Phänomen “Glücklichsein” kritisch unter die Lupe. “Lebenskünstler” aus allen sozialen Lagern – vom Straßenmusikanten bis zum Millionär -kommen zu Wort und erzählen über ihren persönlichen Weg und über die Kunst, auch inmitten einer angepassten und konditionierten Gesellschaft ein absolut persönlich authentisches Leben zu führen.

OLD JOY

USA 2006
Regie und Buch: Kelly Reichardt
35mm. 76 Min. O.m.U.

Mit Daniel London, Will Oldham, Tanya Smith.

Zwei einstige Freunde, die vor Jahren in einer Wohngemeinschaft lebten, verabreden sich zu einem Wanderausflug, um eine tief im
Wald gelegene heiße Quelle zu finden. Kurz nach ihrem Wiedersehen wird deutlich, dass sie sich auseinandergelebt haben und nur
noch wenig miteinander anzufangen wissen. Die wortkarge Spannung löst sich, als sie am überwältigenden Ziel ihrer Wanderung
angekommen sind. Der minimalistisch inszenierte Film macht die
Entfremdung der Protagonisten auf kontemplative Weise erfahrbar
und beglückt durch Auslassungen und kluge Zurückhaltung mit stiller
Schönheit. (filmdienst)

WENDY AND LUCY

USA 2008
Regie und Buch: Kelly Reichardt
35mm. 80 Min.
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Erstaufführung!

Mit Michelle Williams, Walter Dalton, Will Oldham, Larry Fessenden

Die Route von Indiana in den hohen Norden nach Alaska führt durch einige der ödesten Landstriche der USA. Das Mädchen Wendy bleibt auf halber Wegstrecke im waldreichen Oregon stecken, weil ihr alter Honda den Geist aufgibt.
Oregon ist von allen Optionen nicht die schlechteste (Gus van Sant hat seine triste Schönheit im Kino verewigt), aber das Kaff, in das es sie verschlägt, ist wie heute so viele amerikanische Kleinstädte vom Verfall gezeichnet. Der schleichende Kollaps von Wendys Leben könnte keinen passenderen Ort finden. Ihr Hund Lucy ist außer dem Auto Wendys einziger verbliebener Besitz.
Woher sie kommt und was das Mädchen in diese missliche Lage gebracht hat, lässt Regisseurin Kelly Reichardt offen. Ihr Film vermeidet Verallgemeinerung oder Symbolik. (…) Die amerikanische Kritik ließ es sich trotzdem nicht nehmen, wiederholt auf die Aktualität der Finanzkrise hinzuweisen. (…) WENDY AND LUCY bezieht seine Dringlichkeit jedoch nicht aus Zeitungsschlagzeilen, sondern allein aus den konzentrierten, dabei stets ruhigen Beobachtungen der Regisseurin. Was passiert, wenn ein Mensch sich unvermittelt und vollkommen auf sich gestellt in den Trümmern seiner Existenz wiederfindet, beschreibt Reichardt mit einer Sachlichkeit und Empathie, die allenfalls mit den Filmen der belgischen Brüder Dardenne vergleichbar ist. Und wie die Dardennes hat Reichardt eine Hauptdarstellerin gefunden, die die Bürde dieser Geschichte ganz allein auf ihren schmalen Schultern – beziehungsweise in ihrem erschöpften, jedoch niemals verzagten Gesicht – zu tragen vermag.
Andreas Busche, epd Film 10/2009

SINTHIA, THE DEVIL’S DOLL

Digital, DVD, 78 Min.

Regie: Ray Dennis Steckler

1970 drehte er SINTHIA, THE DEVIL’S DOLL. Ein konfuses Filmchen um ein in ihren Vater verliebtes Mädchen, das Rat beim Psychiater sucht. Wohl das bizarrste von Stecklers Werken, ist der Film nahezu ausschließlich in den Farben Rot und Grün gehalten. Die ständigen Wechsel zwischen Traum- und Realitätsebene, ihren Wünschen und Lüsten und dem, was wirklich passsiert, machen den Film nahezu unverständlich.

18.30 Uhr: Nur am 23.: Old Joy
20.30 Uhr: Wendy and Lucy (bis 27. Januar)
22.30 Uhr: Body Fever

WENDY AND LUCY

USA 2008
Regie und Buch: Kelly Reichardt
35mm. 80 Min.
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Erstaufführung!

Mit Michelle Williams, Walter Dalton, Will Oldham, Larry Fessenden

Die Route von Indiana in den hohen Norden nach Alaska führt durch einige der ödesten Landstriche der USA. Das Mädchen Wendy bleibt auf halber Wegstrecke im waldreichen Oregon stecken, weil ihr alter Honda den Geist aufgibt.
Oregon ist von allen Optionen nicht die schlechteste (Gus van Sant hat seine triste Schönheit im Kino verewigt), aber das Kaff, in das es sie verschlägt, ist wie heute so viele amerikanische Kleinstädte vom Verfall gezeichnet. Der schleichende Kollaps von Wendys Leben könnte keinen passenderen Ort finden. Ihr Hund Lucy ist außer dem Auto Wendys einziger verbliebener Besitz.
Woher sie kommt und was das Mädchen in diese missliche Lage gebracht hat, lässt Regisseurin Kelly Reichardt offen. Ihr Film vermeidet Verallgemeinerung oder Symbolik. (…) Die amerikanische Kritik ließ es sich trotzdem nicht nehmen, wiederholt auf die Aktualität der Finanzkrise hinzuweisen. (…) WENDY AND LUCY bezieht seine Dringlichkeit jedoch nicht aus Zeitungsschlagzeilen, sondern allein aus den konzentrierten, dabei stets ruhigen Beobachtungen der Regisseurin. Was passiert, wenn ein Mensch sich unvermittelt und vollkommen auf sich gestellt in den Trümmern seiner Existenz wiederfindet, beschreibt Reichardt mit einer Sachlichkeit und Empathie, die allenfalls mit den Filmen der belgischen Brüder Dardenne vergleichbar ist. Und wie die Dardennes hat Reichardt eine Hauptdarstellerin gefunden, die die Bürde dieser Geschichte ganz allein auf ihren schmalen Schultern – beziehungsweise in ihrem erschöpften, jedoch niemals verzagten Gesicht – zu tragen vermag.
Andreas Busche, epd Film 10/2009

BODY FEVER

Digital, DVD, 78 Min.

Regie: Ray Dennis Steckler

BODY FEVER (1969) ist eine relativ normale Detektivstory, wenn sie eben nicht von Steckler wäre. Das Ganze wirkt wie ein 10 $ Abklatsch von diversen klassischen film noir Filmen.

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