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20.00 Uhr: Ichi – Die blinde Schwertkämpferin
22.15 Uhr: Zatoichi – Der blinde Samurai

Ichi – Die blinde Schwertkämpferin

Japan 2008
120 Minuten
Regie: Fumihiko Sori

Mit: Haruka Ayase, Takao Osawa, Shidou Nakamura, Yôsuke Kubozuka, Akira Emoto

»Die blinde Wandermusikantin Ichi begibt sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit. Ihre einzigen Begleiter sind ihr Schwert und ihre Einsamkeit. Schweigsam, stolz und kompromisslos begegnet sie allem, was sich ihr in den Weg stellt. Nur Toma, ein traumatisierter Samurai, der nicht kämpfen kann, vermag sich Ichi zu nähern: Eher unfreiwillig rettet sie ihm das Leben und erledigt von da an seine Samurai-Pflichten. Als Ichi für einen letzten Kampf dem berüchtigten Bandenführer Banki gegenübertritt, der der Schlüssel zu Ichis Wurzeln sein könnte, ist es auch Toma, der ihr zur Seite steht. Für Ichi, die die Grenzen zwischen Licht und Schatten, Leben und Tod und Freund und Feind bisher weder sehen noch spüren konnte, beginnt die Reise zu ihrem Innersten.« (Verleih)

Zatoichi – Der blinde Samurai

Japan 2003
116 Minuten
FSK: ab 16
Regie: Takeshi Kitano

Mit: Takeshi Kitano, Tadanobu Asano, Yui Natsukawa, Michiyo Ookusu

Japan im 19. Jahrhundert. Der blinde Wanderer Zatoichi kommt in ein kleines Bergdorf, in dem die Ginzo-Gang tyrannisch über seine Einwohner herrscht und ihnen in Yakuza-Manier das Geld rauspresst. In einer Spielhalle trifft Zatoichi auf zwei Geishas, deren Familie durch Kuchinawa komplett ausgelöscht wurde. Zatoichi will mit ihnen den Mörder suchen. Dabei kämpft sein Schwert einen blutigen Kampf, und die Bauern tanzen im Takt ihrer Dreschflegel auf den Feldern.

WERKSTATTKINO
Fraunhoferstraße 9
80469 München

20.30 Uhr: Full Dedication Alvaro
22.30 Uhr: Zatoichi meets the One Armed Swordsman

Full Dedication Alvaro

Deutschland 2009
90 Minuten
Regie: Jochen Hägle, Hans Kotter, Christian Zschammer

Der Chilene Alvaro ist heute 62 und lebt noch immer in Konstanz. Irgendwann in den 70er kam er nach London, wo er auf der Straße und in besetzten Häusern lebte. Als Allende-Anhänger konnte er nach dem Putsch nicht mehr zurückkehren, also gründete er mit seinem Mitbewohner – einem gewissen Joe Strummer – die The 101ers, die später zu The Clash wurden. Alvaro verließ die Band aber bald, begann Klavier zu spielen und als The Chilean With The Singing Nose aufzutreten. Ende der 70er Jahre landete er schließlich am Bodensee, wo er seine Platten, Singles, Tapes und CDs kurzerhand selbst unter Titeln wie „Drinking my own sperm“ veröffnetlicht.
Sie sind einem spröden bis kruden Minimalismus verpflichtet, der sich bis an die äußersten Grenzen des Weglassens (als Königsdisziplin von Minimalismus und Verweigerung) heranwagt. Mehr „Weniger“ war selten. „Full Dedication Alvaro“ ist das Porträt eines der letzten noch aktiven Missing Links zwischen Hippieunderground, linker Gegenkultur und der Do It Yourself-Idee des Punk.
marginalpop.wordpress.com

Zatoichi meets the One Armed Swordsman

Japan/HK 1971
94 Minuten
Regie: Kimiyoshi Yasuda

Mit: Shintarô Katsu, Wang Yu, Watako Hamaki, Michie Terada, Koji Nambara u.a.

Folge 22 der in den 60er und 70er Jahren in Japan äußerst populären Kinoserie um den blinden Schwertkämpfer Zatôichi. Diesmal kommt der Stargast nicht aus Japan sondern aus den Studios der Shaw Brothers in Hongkong.

WERKSTATTKINO
Fraunhoferstraße 9
80469 München

2. Juli 2009: Schartl

22.30 Uhr: Schartl

Schartl

Deutschland 1994
88 Minuten
Regie und Drehbuch: Sigi Zimmerschied

Darsteller: Sigi Zimmerschied, Therese Affolter, Barbara Dorsch, Miki Malör u.a.

»Ein hasenschartiger Niederbayer will einen Fernsehredakteur für einen Film interessieren, den er gedreht hat. Dies ist der lose Faden, dem Sigi Zimmerschied bei seinen respektlosen Attacken gegen Kirche, Medien und das gesunde Volksempfinden folgt. Der Passauer Kabarettist schießt dabei über jedes Ziel hinaus und läßt keinen noch so grotesken Effekt aus, um seinem Publikum den vermeintlichen Spiegel vorzuhalten.«
Lexikon des internationalen Films

WERKSTATTKINO
Fraunhoferstraße 9
80469 München

Filmfest München

Kein Wort darüber hier im Filmkasterl – die Leute von artechock können das viel besser.
Ausserdem gibts eine informative offizielle Website und ausführliche Infos in der Tagespresse – unter anderem eine tägliche Beilage in der Abendzeitung.

20.30 Uhr: Torpedo
22.00 Uhr: Zardoz

TORPEDO

Deutschland 2008
Regie und Buch: Helene Hegemann
Digital. 42 Min.
Erstaufführung

Der Festivalhit aus Hof und Preisträger des diesjährigen Filmfestivals. Max Ophüls Preis!
In nur 42 Minuten erzählt TORPEDO im hohen Tempo die Geschichte der 15jährigen Mia und zeigt in fragmentarischen Szenen ihre Kollision mit der linksresignativen Kulturszene.
“Das Debüt der erst 16jährigen Helene Hegemann erzählt mit beeindruckender Unbeirrbarkeit im Niemandsland zwischen Genie und Wahn, mit viel Tempo und getreu dem bekannten Godard-Ausspruch, ein Film müsse einen Anfang, eine Mitte und ein Ende haben, wenn auch nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.”
(Rüdiger Suchsland)
Im Vorprogramm:
FÜR ELISE (Christoph Schlingensief, 1982)
SUPER SMILE (Effie Wu, 2007)
MON CHERIE (Nicolette Krebitz, 2001)

ZARDOZ
(Zardoz)
GB 1973
Regie und Buch: John Boorman
35mm. 106 Min. Deutsche Fassung.

Mit Sean Connery, Charlotte Rampling, Sara Kestelman, John Alderton

Im Jahre 2293 ist die Erde zweigeteilt: ins Reich der sterblichen Barbaren und der unsterblichen, kultivierten dekadenten Bewohner von Vortex. Der Barbar Zed dringt nach Vortex vor, erlöst die zivilisationskranken Unsterblichen von ihrem Dasein und wird zum Stammvater eines neuen Menschengeschlechts.
Prätentiöse, aber unterhaltsame Science-Fiction-Fantasie, die auf zahlreiche mythische und religiöse Motive zurückgreift, um den Triumph der vitalen Irrationalität über den Intellekt zu feiern.
(fd)

WERKSTATTKINO
Fraunhoferstraße 9
80469 München

20.30 Uhr: Torpedo
22.00 Uhr: Die Mafia-Story

TORPEDO

Deutschland 2008
Regie und Buch: Helene Hegemann
Digital. 42 Min.
Erstaufführung

Der Festivalhit aus Hof und Preisträger des diesjährigen Filmfestivals. Max Ophüls Preis!
In nur 42 Minuten erzählt TORPEDO im hohen Tempo die Geschichte der 15jährigen Mia und zeigt in fragmentarischen Szenen ihre Kollision mit der linksresignativen Kulturszene.
“Das Debüt der erst 16jährigen Helene Hegemann erzählt mit beeindruckender Unbeirrbarkeit im Niemandsland zwischen Genie und Wahn, mit viel Tempo und getreu dem bekannten Godard-Ausspruch, ein Film müsse einen Anfang, eine Mitte und ein Ende haben, wenn auch nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.”
(Rüdiger Suchsland)
Im Vorprogramm:
FÜR ELISE (Christoph Schlingensief, 1982)
SUPER SMILE (Effie Wu, 2007)
MON CHERIE (Nicolette Krebitz, 2001)

DIE MAFIA-STORY
(Sequestro di persona)

Italien 1968
Regie und Buch: Gianfranco Mingozzi
35mm. 94 Min. Deutsche Fassung

Mit Franco Nero, Charlotte Rampling, Frank Wolff

Ein Großgrundbesitzer wird durch die Entführung seines Sohnes zum Verkauf seiner besten Ländereien gezwungen. Ein Freund entlarvt den Drahtzieher.
Der eindringliche Film, der die Hintergründe des Banditenunwesens auf Sardinien erhellt, besticht durch seine flüssige und atmosphärisch dichte Gestaltung.
(fd)

WERKSTATTKINO
Fraunhoferstraße 9
80469 München

Jugendverderber-Nacht No. 2 (ab 18!)
Double feature:

Ulrich Bassenges “Im Wald da sind die Räuber” (2009, Pre-Listening!) + Roger Cormans “Bloody Mama”
(1970, 35mm, DF)

Die Geschichtsschreibung des Räuberwesens ist wildgewordene Folklore, eine ausufernde Ansammlung von Sagen, Legenden, Gerüchten, Erzählungen, oral history eben. In Ulrich Bassenges radio mystery soap “Im Wald da sind die Räuber” (DRS 2009; Regie: Johannes Mayr) treffen Märchen- und Balladengestalten auf die ursprüngliche Akkumulation, die Mutter allen Raubes. Banken werden längst nicht mehr überfallen, sondern gegründet und planvoll ruiniert. Schlechte Zeiten für ehrliche
Räuber.

Das Jugendverderber-Team freut sich über die freundliche Genehmigung des Schweizer Rundfunks DRS, das Hörspiel 3 Tage vor dem Ursendetermin (DRS 2, 24. Juni 2009, 20.00 Uhr) aufführen zu dürfen. Eine echte Pre-Premiere mit Donald Arthur (of “Chefkoch” fame), Raphael Clamer, Barbara Falter, Chris Pichler, Lars Rudolph (of Bela Tarr fame) u.a.

Und dann das:
Roger Cormans Räuberdrama über eine dysfunktionale Familie nach historischem Vorbild:
Die legendäre Ma Barker und ihre Söhne machten in den Dreissiger Jahren das große Amerika unsicher. Die teuflischen Pläne dazu stammten von Mutti. Zumindest behauptete das J. Edgar Hoover, Chef des noch jungen FBI, um die Erschießung einer alten Dame zu rechtfertigen, und wob so am Mythos des public enemy no. 1.

Corman ist hier auf der Höhe seiner Kunst. Dokumentarische Schnipsel öffnen kleine Fenster in die Realität der Depressionsära. Genießen Sie das das notorische Overacting der großen dicken Shelley Winter, bestaunen Sie einen SEHR jungen Robert DeNiro – ständig die Nadel im Arm – und erleben Sie jede Menge Inzest, Gewalt und schlechte Laune, aber auch rührende Momente. “Bloody Mama” – ein Muttertag der besonderen Art. Vergessen Sie Bonnie and Clyde.

Die Jugendverderber-Nacht ist Volksbildung in Zeiten der Dummheit.
Der Abend wird moderiert von Ulrich Bassenge.

Sonntagabend, 21. Juni, 20.30 Uhr.
Einlass nur gegen Ausweis.
Vorbestellung unmöglich!

WERKSTATTKINO
Fraunhoferstraße 9
80469 München

20.30 Uhr: Torpedo
22.00 Uhr: Der Nachtportier

TORPEDO

Deutschland 2008
Regie und Buch: Helene Hegemann
Digital. 42 Min.
Erstaufführung

Der Festivalhit aus Hof und Preisträger des diesjährigen Filmfestivals. Max Ophüls Preis!
In nur 42 Minuten erzählt TORPEDO im hohen Tempo die Geschichte der 15jährigen Mia und zeigt in fragmentarischen Szenen ihre Kollision mit der linksresignativen Kulturszene.
“Das Debüt der erst 16jährigen Helene Hegemann erzählt mit beeindruckender Unbeirrbarkeit im Niemandsland zwischen Genie und Wahn, mit viel Tempo und getreu dem bekannten Godard-Ausspruch, ein Film müsse einen Anfang, eine Mitte und ein Ende haben, wenn auch nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.”
(Rüdiger Suchsland)
Im Vorprogramm:
FÜR ELISE (Christoph Schlingensief, 1982)
SUPER SMILE (Effie Wu, 2007)
MON CHERIE (Nicolette Krebitz, 2001)

DER NACHTPORTIER
(Il portiere di notte/The Nightporter)

Italien/GB 1973
Regie und Buch: Liliana Cavani
35mm
19 Min.
Deutsche Fassung

Mit Dirk Bogarde, Charlotte Rampling, Philippe Leroy, Gabrielle Ferzetti

Wien 1957: Ein früherer SS-Scherge, der im bürgerlichen Leben untergetaucht ist und als Nachtportier in einem Hotel arbeitet, begegnet einer jungen Frau wieder, die er als 14jährige im KZ zu seiner
Geliebten gemacht hatte. Das sadomasochistische Abhängigkeitsverhältnis zwischen Opfer und Henker entsteht erneut; das Paar bleibt zusammen und gibt sich sexuellen Exzessen hin. Beide
werden erschossen, als der Mann sich weigert, die Frau nach den Regeln seiner SS-Kameraden zu liquidieren. (fd)

WERKSTATTKINO
Fraunhoferstraße 9
80469 München

20.30 Uhr: Fightgirl Ayse
22.30 Uhr: Fantastic Turkish Superheroes

fightgirl ayse
FIGHTER

Dänemark 2007
Regie und Buch: Natasha Arthy
35mm. Originalfassung (türkisch) mit Untertiteln
101 Min.
Erstaufführung.

Mit Semira Turan, Nima Nabipour, Cyron Bjorn Melville

Energiegeladenes Coming-of-Age-Drama über eine 17-jährige Dänin türkischer Abstammung, deren doppelter Identitätsfindungsprozess zwischen interkulturellen Missverständnissen und dem universellen Abnabelungsprozess von ihren Eltern verläuft. Mit ihrer Teilnahme an einem Kung-Fu-Training findet sie nicht nur Selbstvertrauen, sondern provoziert auch ihre Familie.
Tiefgründiger Jugendfilm über das Aufwachsen in den “Parallelgesellschaften”, die durch den intelligenten Filmschnitt zur Einheit werden.
(film-dienst 1/2009)

Fantastic Turkish Superheroes
(OmeU)

Was sich dahinter verbirgt? Keine Ahnung.
artechock schreibt dazu: “genauen Filmtitel bitte beim Kino erfragen”

Werkstattkino
Fraunhoferstr. 9
80469 Muenchen

17.30 Uhr: Caruso
20.30 Uhr: Fightgirl Ayse
22.30 Uhr: Fantastic Turkish Superheroes

Erstaufführung!

CARUSO

Österreich 2008
Buch & Regie: Michael Kolnberger
digital, 96 Min.
Dokumentarfilm über den Psychoanalytiker Igor Caruso.

Der 1914 in Tiraspol/ Bessarabien geborene Psychoanalytiker Igor Alexander CARUSO emigrierte 1912 nach Belgien, wo er an der Universität Leuven über Piaget promovierte. Die Kriegswirren verschlugen ihn schließlich nach Wien, wo er 1947 nach dem Holocaust neben der wiedereröffneten Wiener Psychologischen Vereinigung (WPV) durch Anna Freud einen Arbeitskreis für Psychoanalyse gründete, der schnell internationale Anerkennung erlangte und alsbald vor allem in Südamerika Verbreitung fand. Die Begegnung mit dem sozialen Elend, die Rezeption von Karl Marx und Herbert Marcuse modifizierte sein bislang vom katholischen Existenzialismus geprägtes Weltbild.

1967 wurde er von Wilhelm Revers als Honorarprofessor an das neugegründete psychologische Institut der Universität Salzburg berufen, revolutionierte maßgeblich auch durch die enge Zusammenarbeit mit dem Psychiater Heimo Gastager die psychosoziale und soziokulturelle Landschaft nicht nur seines Exillandes Österreich.

Caruso, dessen Erfolgsbuch „Die Trennung der Liebenden“ 2005 wieder aufgelegt wurde, hinterlässt ein komplexes und gleichzeitig umstrittenes Lebenswerk, das die Psychologie und die Psychoanalyse nach 1945 wesentlich bereichert hat. Caruso starb 1981 in Salzburg.

fightgirl ayse
FIGHTER

Dänemark 2007
Regie und Buch: Natasha Arthy
35mm. Originalfassung (türkisch) mit Untertiteln
101 Min.
Erstaufführung.

Mit Semira Turan, Nima Nabipour, Cyron Bjorn Melville

Energiegeladenes Coming-of-Age-Drama über eine 17-jährige Dänin türkischer Abstammung, deren doppelter Identitätsfindungsprozess zwischen interkulturellen Missverständnissen und dem universellen Abnabelungsprozess von ihren Eltern verläuft. Mit ihrer Teilnahme an einem Kung-Fu-Training findet sie nicht nur Selbstvertrauen, sondern provoziert auch ihre Familie.
Tiefgründiger Jugendfilm über das Aufwachsen in den “Parallelgesellschaften”, die durch den intelligenten Filmschnitt zur Einheit werden.
(film-dienst 1/2009)

Fantastic Turkish Superheroes
(OmeU)

Was sich dahinter verbirgt? Keine Ahnung.
artechock schreibt dazu: “genauen Filmtitel bitte beim Kino erfragen”

Werkstattkino
Fraunhoferstr. 9
80469 Muenchen

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